Montag, 5. Oktober 2015

Von der Angst vor dem Futter und falschen Snaps

Da sitzt man im Zug,hat eine 3 Stunden Fahrt nach Hause vor sich und was fällt einem plötzlich auf?
Plötzlich hat man ja gar keine Jacke mehr dabei.
Die ist dann wohl bei seinen Freunden liegen geblieben und man hat zuhause keine Ersatzjacke mehr.

Mir würde sowas natürlich nieeeemals passieren. (Nur ein ganz kleines bisschen vielleicht)
Aber zufälliger Weise hatte ich ein paar Tage vorher in einer Burda ohnehin einen Jackenschnitt gefunden, den ich gerne Umsetzen wollte.
Es sollte eine Blouson-Jacke werden. Gut zu den Tellerröcken und Kleidern mit taillierten Röcken zu tragen, sollte sie sein.
Der Schnitt stammt aus der Burda 10/2015 und ist aus verschiedenen Blouson Jacken zusammen gebastelt.
Die Länge habe ich bis zur Taille eingekürzt und unten und an den Ärmeln Jersey-Bündchen ergänzt.

Der Stoff stand sofort fest. Ein hübscher grauer Wollstoff in Köperbindung und dazu schwarzes Bündchen.


 Damit nichts kratzt und es auch von Innen schön ist, gab es als Futter einen Satin-Futterstoff, der wahrscheinlich ein Rest von einem Ballkleid war. Zum Glück hat er gerade so noch für die Jacke gereicht.
Vor einem Futter graust es mir ja manchmal, besonders bei Jacken, wo man es auch sieht und es dementsprechend gut aussehen soll.
Ich glaube, bei sowas unterschätze ich mich gerne, das Einnähen hat nämlich super und ohne Probleme geklappt.


Ein kleines Hindernis gab es dann aber doch noch.
Klein trifft es ganz gut, denn es hatte die Größe eines Knopfes.
In meiner chaotischen Arbeitsweise habe ich es geschafft, einen Snap auf der Vorderseite falsch herum anzubringen.
Google sagte: Den Snap an der Seite mit der Zange zusammendrücken, sodass er raus springt.
Da ich aber Prym-Snaps mit einer Vario-Zange nutze, hat das leider nicht ganz so gut funktioniert. Nach etwas Rumprobieren konnte ich den Snap dann mit einer Schere lösen, wobei der Stoff zum Glück halbwegs unbeschädigt geblieben ist.


Damit war die Jacke dann auch an einem Abend geschafft und ich hatte eine Ausrede nicht für die ansetehenden Klausuren lernen zu müssen.




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