Montag, 12. Oktober 2015

Willst du meine Knappin sein?

.. So ungefähr fing das Verderben an.

Ich -normalerweise mit Leib und Seele dem Frühmittelalter verschworen- habe mich überreden lasse. Und so wurde meine Knappin Marianna von (der Name muss noch erst gefunden werden) zum Leben erweckt. Mein Ritter Sterrenberg setzt seine Kleidung im Übergang von Ho- zu SpäMi an, ich habe mich einfach ganz für die hochmittelalterliche Variante entschieden.


Angefangen wurde mit dem Untendrunter. Da ein Knappe normalerweise männlich ist, muss natürlich auch männliche Kleidung her : Eine Bruche und ein einfaches Leibhemd aus Leinen.


Die Erkenntnis: Eine Bruche gehört eindeutig zu den unattraktivsten Kleidungsstücken, die es gibt.
(Auch wenn einen hübschen Menschen natürlich nichts entstellt ^^)
Außerdem fühl es sich an, als ob man eine Windel tragen würde.



Oben drüber wird eine Cotte getragen. Sie ist Rot, wie unsere Wappenfarbe.

Der Wollstoff war ein 1,5m Coupon, den ich auf dem Stoffmarkt in Dortmund ergattert habe und er ist herrlich kuschlig. Für die Cotte habe ich ihn restlos verbraucht und dabei sogar sowohl Geren in der Seite als auch Geren vorne und hinten in der Mitte aus dem begrenzten Stoff gekitzelt.
Die Ärmel sollen am Unterarm geknöpft werden, damit sie schön hauteng anliegen.
Dafür muss ich aber erst noch mindestens 12 Stoffknöpfe nähen, annähen und die zugehörigen Knopflöcher sticken.
Da habe ich ja sooooo lust drauf..
Damit die Ärmel aber auch offen getragen werden können, sind sie mit Leinen gefüttert.
Der Ausschnitt ist mit einem Beleg verarbeitet und wie der Saum per Hand genäht.


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