Donnerstag, 17. November 2016

Leo zum Vollpacken

Fürs neue Studium wollte ich gerne neue Taschen, da meine Ansprüche an den Stauraum etwas geändert haben.
Während vorher ein Block und Stifte gereicht haben, kommen nun meistens noch Laptop, Stoff und Nähutensilien hinzu.
Also wollte ich einen großen, eckigen Rucksack, jedoch ohne viele Nebenfächer, da ich solche eh nie nutze.  Nachdem ich mir verschiedene Schnitte angeguckt hatte, entschied ich mich doch für einen eigenen Schnitt, um alle meine Wunschaspekte berücksichtigen zu können.

Und das ist dabei heraus gekommen:

Der Rucksack hat im Inneren nur ein kleines Nebenfach und Außen drei aufgesetzte Täschchen.
Der Trageriemen besteht aus einem durchgängigen Gurtband und ist mit Karabinern befestigt, sodass er sich abnehmen und an den Seiten einhaken lässt. Dabei kann man also aus dem Rucksack eine Umhängetasche zaubern. 
Als Oberstoff habe ich einen kuschligen Leostoff (vermutlich Poly) und als Futter einen handgefärbten Baumwollstoff genutzt. Letzterer ist nicht ganz gleichmäßig gefärbt, was im Inneren aber nicht stört.
Das Rückenteil ist mit Volumenvlies gefüttert und mehrfach abgesteppt, das macht den Rucksack gleich bequemer.
Die offenen Nahtzugaben im Inneren habe ich mit passendem Leoschrägband versäubert, soll ja immerhin ordenltich und haltbar sein.

Passend zum Rucksack hab es dann noch eine Hüfttasche. Diese haben sich einfach als sehr praktisch herausgestellt, da ich meistens Röcke trage und demnach keine Taschen an meiner Kleidung habe. Aber so ist immer Platz für Handy, Schlüssel und Co.


Der Schnitt ist die HipBag von Schnabelina in der großen Version. Wie ihr seht, findet sich hier auch das Schrägband aus dem Inneren des Rucksacks wieder. 





Dienstag, 13. September 2016

Imperialer Hauptmann

Hier geht es mal wieder Imperial zu!

Zum Epic Empires durfte ich für ein Mitglied des Imperium Lagers eine neue Cotte + Barett nähen, nachdem ich ihm letztes Jahr im Spiel schon immer wieder Kleinigkeiten mit meinem Trossweib (die schneiderin ist) genäht hatte.
So war ich immerhin ein kleines Bisschen auf dem Epic vertreten, wo ich es dieses Jahr schon persönlich nicht geschafft hatte.

Jetzt aber zum Wesentlichen:
Die Cotte besteht aus 2 verschiedenen gewebten (ungefilzten!) Wollstoffen und einem leichten Baumwollfutter. Neben den typischen Landsknecht Ärmeln ist sie mit kleinem Kragen und durchgehender Knopfleiste recht schlicht gehalten.
Da ein nicht gefilzter Stoff gewünscht war, war eine ordentliche Verarbeitung der Ärmel etwas aufwendiger.
Jeder einzelne Streifen musste mit einem Futter verstürzt und gewendet werden. An sich ist es keine komplizierte Arbeit, aber sehr zeitintensiv und fummelig die unzähligen Streifen zu wenden.
Aber dafür ist das Ergebnis wundervoll ordentlich.
Den Schnitt habe ich dabei wie immer selbst gezeichnet.


Sonntag, 11. September 2016

Hochzeitsgeschenk

Zur Hochzeit schenke ich - wie zu allen anderen Gelegenheiten- gerne etwas selbstgemachtes.
Besonders bei der Hochzeit mag ich es, wenn das Geschenk dabei ein bisschen traditionell, aber natürlich auch persönlich ist.
In dem meisten Fällen heißt das bei mir: ein Hochzeitskissen muss her!

Das Hochzeitskissen für 2 gute Freunde, die am Wochenende geheiratet haben, ist ein Cathedral Window Quilt, der eindeutig eine meiner liebsten Patchwork-Arten ist.
Das Kissen habe ich aber nicht alleine geschenkt, sondern zusammen mit Ronja von Ann-Thisha Create, welche die Stickerei der Namen und der Hochzeitsdaten des Paares angefertigt hat.
Nachdem sie mir diese zugeschickt hatte, habe ich alles zusammen genäht und fertig.. . Das klingt so schnell, wenn man das schreibt, dabei hat es doch einiges an Zeit geschluckt für den kleinen Quilt.

Das nächste mal überlege ich mir aber 2 Mal so einen Quilt im Hochsommer zu machen, da es nach dem ganzen Bügel mit viel viel Dampf wie in einer Sauna bei mir war. Aber wer es ordentlich haben will, muss wohl leiden. :D


Montag, 22. August 2016

Basic Shirts

Ich ziehe bald um.
Und natürlich fliegt da beim aussortieren echt viel Kram weg. Bei mir sind das zum Beispiel viele viele abgetragene Oberteile, die schon halb auseinander fallen.
Das habe ich dann als Anlass genommen zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
1. Mussten neue Basics her.
2. Müssen meine Stoffe vor dem Umzug reduziert werden.

Also habe ich mir meine erste fashion Style Ausgabe genommen, um die auch endlich mal auszuprobieren. In der Aprilausgabe aus diesem Jahr war auch ein hübscher Schnitt drin, den ich gleich 3 mal genäht habe.
Dabei sind 2 normal lange und eine bauchfreie Version entstanden, die meinen Kleiderschrank super ergänzen und auch echt schnell und einfach genäht waren.






Mittwoch, 8. Juni 2016

Was im Mai geschah..(RPC)

Da durchstöbere ich Tag für Tag andere Blogs und warte das meine Lieblings Blogger neue Posts veröffentlichen und selber ist hier seit einem Monat Stille.
Na das kann ja eigentlich nicht sein. Aber im Mai war ich viel unterwegs und so wurde es immer wieder aufgeschoben hier etwas zu schreiben.

Ausflugsziel Nummer 1 war Berlin. Mit einem Freund bin ich spontan ein paar Tage in Berlin unterwegs gewesen. Dabei haben wir natürlich alles wichtige gemacht, was man so auf einem Städtetrip machen muss, z.B. sich das Krankenhaus genauer ansehen (weil ich mir schon auf der Hinfahrt den Fuß zersören musste). Aber hauptsächlich waren wir mit 2ndHand Läden beschäftigt und ein wenig Stoff durfte ich am Maybachufer auch noch durchstöbern und natürlich auch einkaufen.

Danach ging es ziemlich schnell weiter aufs Fate - ein Endzeit Larp in Mahlwinkel. Das heißt eine Woche Dreck, Staub und viel Spaß. Aber auch Arbeit, weil ich einen Großteil der Zeit hinter der Bar stand.

Von der einen Endzeit ging es in die nächste. Denn Ende Mai war noch die RPC.




Ich war mit bei den Wasteland Warriors dabei und durfte 2 Tage lang mit ihnen posieren, feiern und Spaß haben - und natürlich dabei böse böse aussehen.
Meine Klamotte ist eine Zusammenarbeit dem Fledderer (Rock + Weste) und von mir (Strümpfe + Schirm). Sie befindet sich aber noch stark im Anfangsstadium und wird natürlich noch weiter ausgebaut.
Der Rock und die Weste sind übrigens beide aus einem 2ndHand Laden aus Berlin. Darunter kommt noch ein von mir genähtes Oberteil, das für die RPC allerdings noch nicht fertigt gemoddet war.
Außerdem habe ich vom SciFi - Swap von den Nähkromanten hier noch eine Schulter aus einem Motorradreifen liegen, die ebenfalls in die Klamotte integriert wird.





Dienstag, 3. Mai 2016

Nadelgebundenes

Jetzt war es doch etwas ruhiger in letzter Zeit.
Aber ich war und bin auch in nächster Zeit noch viel unterwegs.
Ich habe aber mal meine nadelgebundenen Mützen rausgekramt und fotografiert.


Nummer 1: Das war meine erste Mütze. Sie ist im Oslo Stich genadelt. Verwendet habe ich Filzwolle, die inzwischen auch schon relativ verfilzt ist, wie man sieht.



Nummer 2: Wieder im Oslostich, aber dafür ist die helle Wolle selbst mit der Handspindel gesponnen. Die Wolle dafür stammt vom Coburger Fuchsschaf.


Nummer 3: Die Mütze ist im Korgenstich gearbeitet. Dabei ist das Garn komplett mit der Handspindel selbst gesponnen. Die graue Wolle stammt von einem schottischen Schaf und die grüne ist Merino.


Nummer 4: Das ist eine Restemütze aus einigen Filzwollresten, die ich noch rumliegen hatte. Immerhin müssen die ja auch einmal verarbeitet werden.


Montag, 4. April 2016

Sonne und die Bilder..

Wahh!!
Da hat man gerade die ganzen neuen Sachen rausgesucht, das Wetter ist super.
Aber sobald man seine Kamera in der Hand hat, ist plötzlich die Sonne und das gnaze schöne Licht weg. Und das obwohl es noch Mittags ist.

Naja.. dann zeige ich eben ein paar ältere Bilderchen. Aber ich bin zur Zeit sehr fleißig und war gestern auch brav auf de Stoffmarkt in Essen shoppen. 



 "Heute servieren wir Ihnen ein Dreierlei an violettem Jersey zu ein wenig Sportlichkeit gereicht."

Variation 1: Das lieblings Shirt
Nach dem abgenommenen Schnitt vom meinem alten (und einzigen langärmligen) Shirt ist dieses neue entstanden. Ein weiteres schwarzes wird irgendwann auch noch einmal in meinen Schrank einziehen müssen. Immerhin braucht man auch mal Basics.



Variation 2: die Sporthose
Aus dem restlichen Stoff entstand spontan am Abend vor dem ersten Training (Rock'n'Roll Tanzen) noch eine neue Sporthose mit breitem Gummi im Bund und niedlichen Bündchen an den Säumen.  Einem fällt aber auch immer so unglaublich früh auf, das man keine ordentichen Sportklamotten mehr hat. Und genau deshalb folgte auch noch eine 3. Variation.


Variation 3: Das passende Oberteil
Ein klitze kleiner Rest von dem violetten Jersey war noch übrig. Also bekam das Oberteil zur Sporthose noch passende Akzente in Form von Bündchen und einem Stück der Rückseite. (Ihr seht, der Stoff war so knapp, dass ich noch eine zusätzliche vertikale Teilungsnaht brauchte.)
Der Schnitt ist die MamaSun und hat echt eine sehr gute Passform. 



Montag, 21. März 2016

Spinnereien

Wahrscheinlich ist es eine der Handarbeiten zu der man am meisten dumme Wortwitze machen kann:
Spinnen!

Ich saß in letzer Zeit auch mal wieder öfters an meinem Spinnrad, seit ich mein neues altes Louet S10 habe.
Vorher hatte ich ja nur ein altes Flachsrad für 40 € von Ebay, das sich zwar spinnen ließ, aber im Gegensatz zu dem Louet eine echte Zicke ist. (Hihi immerhin ist das alte auch eine Ziege, während das neue ein Bock ist)

Hier haben wir ein Merino Garn mit "Milka"Färbung *hihi*
Es misst 117m/100g und ist 2fach verzwirnt. Der violette Teil ist übrigens von mir selbst gefärbt. Dabei handelt es sich um einen 2.Zug einer Blauholz Färbung.


Das zweite Garn hört bei mir auf den Namen "Meeresrauschen" und kombiniert Merino in blau,grün und violett Tönen. Sie ist Navajo verzwirnt und misst 60m/100g.


Und zu guter letzt mein erstes Vlies das ich versponnen habe (Vorher waren es immer nur Kammzüge). Es war ein Vlies vom Finnischen Schaf, das ich gestern erst auf der Creativa erstanden habe und gleich verspinnen musste.  Es ist ebenfalls Navajo verzwirnt (es ist einfach meine lieblings Art!) und misst 40m/50g.


Ich habe hier auch noch mehr versponnenes liegen, aber entweder es will erst gefärbt werden oder will sich gerade nicht fotografieren lassen.
Dafür habe ich aber gestern auf der Creativa auch noch einiges an Webgarn mitgenommen und werde gleich erst einmal meinen Brettchenwebrahmen aufspannen.

Donnerstag, 10. März 2016

Mit Blut und Seide

Wohl jede kennt wohl den Spruch das Schweiß und Blut in etwas geflossen sind,
.. Nun Blut steckt bei mir auf jeden Fall mit drin, aber ich will ja von vorne anfangen.

Schon lange lange lange träume ich von einem Rokokokleid. Aber natürlich bringt das Kleid alleine ja nichts. Man braucht nun mal auch die passende Unterwäsche. Eine Chemise und Unterröcke sind ja schnell genäht, aber vor der Schnürbrust, die zudem ja auch noch als erstes genäht werden sollte, habe ich mich lange herum gedrückt.
So Dinge wie "Das ist bestimmt voll schwer zu nähen" und "Das schaffe ich noch gar nicht" hatte ich da öfter im Kopf. Aber wie es oft beim Nähen und Handarbeiten allgemein ist, muss man sich einfach nur trauen und dann klappt das schon.

Ich hatte mir also irgendwann bei Nehelenia ein Schnittmuster und Flachstahl bestellt. Bis ich durch Zufall von einem Freund dann den Richtigen Stoff für den Überzug bekam, lagen die Sachen aber  noch ein paar Wochen rum. Die Schnürbrust sollte ja nicht aus irgendeinem Stoff sein, sondern aus einer schönen Seide, wenn man sich schon die ganze Arbeit macht.

Den Schnitt musste ich natürlich noch ein wenig anpassen. Obenrum habe ich Größe 38 genommen und an der Taille wurde es Größe 36. Nach einem einfachen Probestück passte der Schnitt auch soweit und ich konnte mit dem Richtigen Stück beginnen.
Zur Sicherheit habe ich aber trotzdem erst das innere Korsett aus Baumwoll Coutil fertig genäht. Als ich dort die Stäbe drin hatte, war ich immerhin auch sicher, dass es passt. Also wurde noch Leinen für das Futter und die Seide als Oberstoff zugeschnitten und vernäht.

An sich war das Nähen leicht (Marquise war mir dabei aber auch eine gute Hilfe). Lediglich die Ösen per Hand nähen ist eine Fleißarbeit und das Schrägband hat mich einiges an Blut gekostet. Damit es schön ordentlich wird, musste es auch per Hand angenäht werden. Dabei haben sich meine Finder und die Nadel dann doch recht häufig geküsst, da es gerade an den Rundungen ein wenig Fummelig war. Der Beweis ist sogar ein kleiner Blutfleck auch dem Schrägband am unterem Saum.
Aber da ist mein Blut drauf, also gehört es mir!



Leider ist der Freund, der mir beim Anziehen und Bilder Machen geholfen hat, nicht sehr erfahren im Korsett schnüren, weshalb sie auf den Bildern auf der Rückseite ein wenig verzogen ist. Aber eigentlich schließt sie auch hier gut ab.

Drunter trage ich momentan noch eine Chemise von meinem Larp Trossweib. Dementsprechend ist sie nur aus einem günstigen Baumwollstoff und vom Schnitt nicht ganz passend für die Schnürbrust. Stoff für eine passende Chemise habe ich aber schon seit einem Jahr und nun kann ich sie ja auch endlich nähen.
Trotzdem konnte ich es nicht lassen noch einen Unterrock dazu zu probieren.
So könnte ich schon fast in einem Deutschen Märchen Film mitspielen, finde ich, ^^


Freitag, 4. März 2016

Mütze.. oder doch ein Schal?

Ist es eine Mütze oder ein Schal ?

Streicht das oder, denn es ist ein Schal mit Mütze, oder besser gesagt mit Kapuze.
Kuschlig warm für den Winter.. oder den verschneiten meterologischen Frühling.
Nach dem Vorbild von Jakaster hatte ich schon vor einiger Zeit meinen ersten Kapuzenschal für eine gute Freundin zum Geburtstag genäht.. und darauf folgte noch einer und noch einer und noch einer.. usw.

Hier also mal eine kleine Zusammenstellung ein paar von mir genähter Kapuzenschals, von denen ich noch Bilder finden konnte.
Der aller Erste im Game of Thrones Style von November 2014


Ein zweiter im Game of Thrones Style von Dezember 2014
Wenn er wandern geht, wird ein guter Freund nun von Cthulhu begleitet. Dezember 2015

Irgendwann habe ich es sogar geschafft auch einen für mich zu nähen.Schlicht mit etwas Spitze. Dezember 2015



Mittwoch, 2. März 2016

Stencil Fieber!

Seit ich die Technik zum ersten Mal vor Jahren bei Natron und Soda gesehen habe, bin ich von Stencils begeistert.
Denn wenn man darin geübt ist, kann man wunderbar ordentlich auf Stoff bringen. Immerwieder hatte ich mich daran versucht und verschiedene Methoden ausprobiert. aber so ordentlich wie auf den ganzen Bilderm in Internet gelang es mir nie wirklich.
Doch dann *simsalabim* sah es auf einmal gut aus. Das Mittel zur Lösung war das Stichwort "Freezerpaper". Gelesen hatte ich es schon immer mal wieder, aber es brauchte seine Zeit bis ich es irgendwann auch mal bei Google eingab. Beschichtetes Papier.. Darauf hätte man auch selbst kommen können.

Es lässt sich ganz einfach selber machen:
- Motiv für die Schablone ausdrucken
- Frischhaltefolie auf die Rückseite bügeln (mit Backpapier zw. Folie und Bügeleisen)
- Schablone ausschneiden
- auf den Stoff bügeln
und dann kann man sich auch schon mit der Farbe austoben.

Da ich in letzter Zeit einige Täschchen für Bekannte nähen sollten, hatte ich genug Motive, die gestencilt werden wollten.

Zuerst gab es zu Weihnachten eine Tabaktsche mit dem Imperium-Logo aus Star Wars.
.
Material: Baumwolle und Leinen
 Als ein Freund die Tasche für meinen Bruder sah, wünschte er sich ebenfalls zwei Taschen für seine Würfel. Auch hier gibt es wieder zwei Star Wars Motive. Einmal das Imperium-Logo und das Logo der Mandalorianer.

Material: Baumwolle 
 Als nächstes wollten noch zwei Musiker neue Taschen für ihr Rauchkraut. Passend zu ihren gespielten Instrumenten durfte ich diesmal eine Gitarre und ein Schlagzeug stenciln.
:
Material: Leinen und Baumwolle

Und wenn ich schon einmal bei gestencilten Sachen sind, kann ich auch die beiden hier zeigen. Es sind zwar keine Taschen aber dafür zwei wunderbar nerdige Topflappen.
Eben diese hatte mein Wichtelkind vom Weihnachts Wichteln bei den Nähkromanten sich auch gewünscht. Und so bekam sie einmal Cuthulu und Pacman im Küchenformat.
Material: Leinen


Montag, 29. Februar 2016

Neues vom Webrahmen

In letzter Zeit habe ich mal wieder ein bisschen an meinem Webrahmen gesessen und beim Brettchenweben ein paar verschiedene Techniken ausprobiert.

Zuerst kommt das klassische Einzugsmuster, das wohl jeder Anfänger im Brettchenweben schon ausprobiert hat.
In meinem Fall war es ein schlichtes Gittermuster in rot und grün, dass aber sehr vielfältig verwendet werden kann. Gewebt hab ich von der Borte ziemlich genau 5 Meter. Vernwendet habe ich Baumwollgarn, sodass sie bei 26 Brettchen etwa 2,6 cm breit geworden ist.
Eigentlich sollte der Rand noch ein wenig breiter werden, aber natürlich war das Garn leer. Aber ich beschwer mich lieber nicht, immerhin hat es gerade so noch für eine anständige Borte gereicht.



Dann habe ich mich das erste mal an der Zweiloch-Technik versucht, bei der pro Brettchen nur 2 Kettfäden gespannt werden.
Am Anfang war das ganze ein wenig wackelig, aber man gewöhnt sich schnell an die geringere Spannung und daran, die Brettchen nicht einfach loszulassen.
Gewebt habe ich ein historisches Muster (das Ärmelband der Heiligen Bertille von ca 700 n.Chr.) nach einer Rekonstruktion von Aisling.
Zuerst sind 2 Meter Band in schwarz und magenta aus Baumwollgarn als Probeband entstanden, bevor ich mich an die 5 Meter Band in gelb und grün aus Leinengarn gewagt habe.
Letztere habe ich für einen guten Freund angefertigt.





Und zu guter Letzt habe ich noch eine Doubleface Borte, die von beiden Seiten das gleiche Muster zeigt.
Dies was zwar keine neue Technik für mich, aber dafür war es mein erster selbstgeschriebener Webbrief für diese Technik.
In Rot und Weiß und mit den Sternchen lässt sich die Borte bestimmt wunderbar für Weihnachten nutzen. Aber eigentlich ist sie für meine Larp Knappin entstanden, da der sechszackige Stern das Wappen ihres Ritters ist.
Daraus soll auf jeden Fall noch ein paar Knieriemen für mich entstehen. Aber bei insgesamt 2,6 Metern werde ich danach noch genug für anderes übrig haben.


Die nächsten Borten sind aber auch schon in Planung und wollen gewebt werden!

Mittwoch, 27. Januar 2016

Der Monster Mantel: McCalls 7025

Schon während ich den Stoff einkaufte, aber spätestens als ich die ersten Teile zuschnitt, kam mir ein Gedanke: Ich werde ein Monster erschaffen!
Und das habe ich getan. Es ist keins von der Sorte, das einen an den Füßen unter das Bett zieht und dann auffrisst. Aber ein Monsterchen ist mein neuer Mantel trotzdem.

Aber ich will von vorne anfangen.
Mein alter Mantel für Herbst und Frühling ist inzwischen nur noch ein elendes Häuflein Fleece. Das dünneFutter war schon nach einer Woche tragen gerissen und nach ein paar Jahren lösten sich nun die Besätze auch ziemlich auf und die Knöpfe waren ohnehin alle verschwunden.
Immerhin war dies der Grund mir endlich selber einen Mantel zu nähen und den alten in die "Endzeit"Kiste zu werfen.

Kurz nach Weihnachten begann ich also das Internet zu durchstöbern nach einem Schnitt, der mir gefiel.
Er sollte folgende Punkte erfüllen.
- tailliert
- keine zu verspielten Details, aber nicht so meega langweilig
- knielang
- ausgestellter Rock, um darunter gut Tellerröcke tragen zu können
- einen Kragen, bei dem ich nicht gezwungen bin einen Schal zu tragen


Meine Entscheidung fiel dabei auf McCalls7025 (sogar mit deutscher Anleitung).
Der Schnitt wurde bestellt, Stoff gekauft und dann durfte beides erst einmal in der Ecke liegen, bis ich mich endlich traute immerhin den Schnitt auszuschneiden und auf mich passend zu ändern.
Dabei musste ich glücklicherweise nur die Ärmellänge anpassen.

Nach und nach Schnitt ich auch den Stoff zu und nähte die Schnittteile nach Anleitung zusammen. Immer schön abwechselnd um nicht unendlich viele zugeschnittene Stoffteile in meinem Chaos zu verlieren.. Ich kenne mich ja :D

Das Nähen klappte größtenteils problemlos, da die Anleitung gut bebildert und sehr detailliert (wenn auch teilweise mit schlechtem Deutsch) war. Nur das Annähen der Manschetten hat zum Ende hin meine Nerven sehr strapaziert. Nachdem ich sie das 6. mal abgetrennt hatte, hab ich sie einfach irgendwie per Hand eingenäht, was zum Glück auch relativ ordentlich geworden ist.

Dann kamen noch Knöpfe und Knöpfe und Knöpfe (Insgesamt 26) und irgendwann war ich fertig und alle 116 Einzelteile waren zum Mantel zusammengefügt.

Aber warum ist er nun ein Monster?
Ganz einfach.. mit etwa 3 m Baumwollfutter, 3 m schwarzen Wollacetatmischstoff und 2,5 m buntem Kontraststoff (ebenfalls ein Wollmischstoff) hat er einiges an Material geschluckt, das sich größtenteils in dem gigantischen Rockteil wiederfindet.




Donnerstag, 14. Januar 2016

Freude pur!

Kennt ihr das?
Ein Projekt lag ewig rum,hat viel Arbeit gemacht und dann ist es endlich fertig.
Das ist ein unendlich tolles Gefühl und genau so geht es mir gerade. :D :D
*im Kreis herumhüpf*

Und was ist nun der Grund meiner Freude?
ch habe gerade mein erstes handgewebtes Tuch fertig bekommen!



Das Kammweben an einem einfachen Rahmen ist keine wirklich schwere Technik, aber doch relativ aufwändig. Besonders das Schären des Webrahmens hat gefühlt uuuunendlich lange gedauert.
Viele Fäden,viel gehedder und das lange lange Zeit.
Aber irgendwann war das zum Glück mit Hilfe meines Webbuches und einiger Videos auf YouTube zum Glück geschafft. Ich glaube ich habe so 7 Stunden gebraucht.

Dann konnte gewebt werden.
Kamm hoch, Schiffchen durchs Fach, Anschlagen, Kamm runter, Schiffchen durchs Fach, Anschlagen... und das nochmal und nochmal und nochmal. Zwischendurch durfte dann der Schussfaden ein paar mal gewechselt werden bis ich irgendwann zum Ende kam.
Gedauert hat das bestimmt einen Monat, wobei ich 3 Wochen davon aber auch im Urlaub war. ^^

Zum Material:
Das rote und blaue Kettgarn ist aus Baumwolle. Das gleiche rote Garn habe ich auch als Schussgarn genutzt. Die weißen Streifen sind mit einem von mir handgesponnen Garn aus Merinowolle und Seide gewebt.

Gewebt habe ich das Tuch übrigens auf einem Kircherwebrahmen mit 60cm breite, den ich vor einigen Monaten von Chantimanou abgekauft habe. Die fertigen Maße vom Tuch sind 58cm x 150cm, womit es sich super als Schultertuch eignet.

                          


Donnerstag, 7. Januar 2016

Doppelte Federtasche

Die Ferien sind so langsam wieder überall vorbei
und es geht zurück in die Schule/zur Uni/zur Arbeit.

Dafür habe ich mir einen neuen Begleiter für meine Stifte genäht.

Ausschlaggebend dafür waren 2 Dinge:
1. Ich Schusselchen hatte meine alte Federtasche 250km entfernt bei Freunden liegen gelassen.
2. Es hat mich eh immer genervt, wenn die Fedetaschen und alle Stifte darin so dreckig geworden sind, weil mal Kugelschreiber und Bleistifte zusammen reingeworfen hat.

Daher habe ich mir überlegt eine normale Federtasche mit Reißverschluss mit einer Stifterolle zu kombinieren. Die Tasche bietet Platz für Kugelschreiber, Füller,Filzer und Radiergummmi und die Stifterolle beherbergt die Bleistifte.
Gehalten werden sie dabei von 2 abgesteppten Gummibändern. Um alles schnell auf und zu zu machen, wird die Stifterolle um die Federtasche gewickelt und dann mit Snaps befestigt.
Um mir dabei Vlies zum Verstärken zu sparen, habe ich für das Futter dabei grünen Filzstoff genutzt.


Dabei kam dann auch endlich mal der süße Fuchsstoff zum Einsatz, den ich im Frühjahr 2015 auf dem Stoffmarkt mitgenommen habe. Zusammen mit dem grün der Tasche hat man ein herrlich frühlinghaftes Design.