Mittwoch, 27. Januar 2016

Der Monster Mantel: McCalls 7025

Schon während ich den Stoff einkaufte, aber spätestens als ich die ersten Teile zuschnitt, kam mir ein Gedanke: Ich werde ein Monster erschaffen!
Und das habe ich getan. Es ist keins von der Sorte, das einen an den Füßen unter das Bett zieht und dann auffrisst. Aber ein Monsterchen ist mein neuer Mantel trotzdem.

Aber ich will von vorne anfangen.
Mein alter Mantel für Herbst und Frühling ist inzwischen nur noch ein elendes Häuflein Fleece. Das dünneFutter war schon nach einer Woche tragen gerissen und nach ein paar Jahren lösten sich nun die Besätze auch ziemlich auf und die Knöpfe waren ohnehin alle verschwunden.
Immerhin war dies der Grund mir endlich selber einen Mantel zu nähen und den alten in die "Endzeit"Kiste zu werfen.

Kurz nach Weihnachten begann ich also das Internet zu durchstöbern nach einem Schnitt, der mir gefiel.
Er sollte folgende Punkte erfüllen.
- tailliert
- keine zu verspielten Details, aber nicht so meega langweilig
- knielang
- ausgestellter Rock, um darunter gut Tellerröcke tragen zu können
- einen Kragen, bei dem ich nicht gezwungen bin einen Schal zu tragen


Meine Entscheidung fiel dabei auf McCalls7025 (sogar mit deutscher Anleitung).
Der Schnitt wurde bestellt, Stoff gekauft und dann durfte beides erst einmal in der Ecke liegen, bis ich mich endlich traute immerhin den Schnitt auszuschneiden und auf mich passend zu ändern.
Dabei musste ich glücklicherweise nur die Ärmellänge anpassen.

Nach und nach Schnitt ich auch den Stoff zu und nähte die Schnittteile nach Anleitung zusammen. Immer schön abwechselnd um nicht unendlich viele zugeschnittene Stoffteile in meinem Chaos zu verlieren.. Ich kenne mich ja :D

Das Nähen klappte größtenteils problemlos, da die Anleitung gut bebildert und sehr detailliert (wenn auch teilweise mit schlechtem Deutsch) war. Nur das Annähen der Manschetten hat zum Ende hin meine Nerven sehr strapaziert. Nachdem ich sie das 6. mal abgetrennt hatte, hab ich sie einfach irgendwie per Hand eingenäht, was zum Glück auch relativ ordentlich geworden ist.

Dann kamen noch Knöpfe und Knöpfe und Knöpfe (Insgesamt 26) und irgendwann war ich fertig und alle 116 Einzelteile waren zum Mantel zusammengefügt.

Aber warum ist er nun ein Monster?
Ganz einfach.. mit etwa 3 m Baumwollfutter, 3 m schwarzen Wollacetatmischstoff und 2,5 m buntem Kontraststoff (ebenfalls ein Wollmischstoff) hat er einiges an Material geschluckt, das sich größtenteils in dem gigantischen Rockteil wiederfindet.




Donnerstag, 14. Januar 2016

Freude pur!

Kennt ihr das?
Ein Projekt lag ewig rum,hat viel Arbeit gemacht und dann ist es endlich fertig.
Das ist ein unendlich tolles Gefühl und genau so geht es mir gerade. :D :D
*im Kreis herumhüpf*

Und was ist nun der Grund meiner Freude?
ch habe gerade mein erstes handgewebtes Tuch fertig bekommen!



Das Kammweben an einem einfachen Rahmen ist keine wirklich schwere Technik, aber doch relativ aufwändig. Besonders das Schären des Webrahmens hat gefühlt uuuunendlich lange gedauert.
Viele Fäden,viel gehedder und das lange lange Zeit.
Aber irgendwann war das zum Glück mit Hilfe meines Webbuches und einiger Videos auf YouTube zum Glück geschafft. Ich glaube ich habe so 7 Stunden gebraucht.

Dann konnte gewebt werden.
Kamm hoch, Schiffchen durchs Fach, Anschlagen, Kamm runter, Schiffchen durchs Fach, Anschlagen... und das nochmal und nochmal und nochmal. Zwischendurch durfte dann der Schussfaden ein paar mal gewechselt werden bis ich irgendwann zum Ende kam.
Gedauert hat das bestimmt einen Monat, wobei ich 3 Wochen davon aber auch im Urlaub war. ^^

Zum Material:
Das rote und blaue Kettgarn ist aus Baumwolle. Das gleiche rote Garn habe ich auch als Schussgarn genutzt. Die weißen Streifen sind mit einem von mir handgesponnen Garn aus Merinowolle und Seide gewebt.

Gewebt habe ich das Tuch übrigens auf einem Kircherwebrahmen mit 60cm breite, den ich vor einigen Monaten von Chantimanou abgekauft habe. Die fertigen Maße vom Tuch sind 58cm x 150cm, womit es sich super als Schultertuch eignet.

                          


Donnerstag, 7. Januar 2016

Doppelte Federtasche

Die Ferien sind so langsam wieder überall vorbei
und es geht zurück in die Schule/zur Uni/zur Arbeit.

Dafür habe ich mir einen neuen Begleiter für meine Stifte genäht.

Ausschlaggebend dafür waren 2 Dinge:
1. Ich Schusselchen hatte meine alte Federtasche 250km entfernt bei Freunden liegen gelassen.
2. Es hat mich eh immer genervt, wenn die Fedetaschen und alle Stifte darin so dreckig geworden sind, weil mal Kugelschreiber und Bleistifte zusammen reingeworfen hat.

Daher habe ich mir überlegt eine normale Federtasche mit Reißverschluss mit einer Stifterolle zu kombinieren. Die Tasche bietet Platz für Kugelschreiber, Füller,Filzer und Radiergummmi und die Stifterolle beherbergt die Bleistifte.
Gehalten werden sie dabei von 2 abgesteppten Gummibändern. Um alles schnell auf und zu zu machen, wird die Stifterolle um die Federtasche gewickelt und dann mit Snaps befestigt.
Um mir dabei Vlies zum Verstärken zu sparen, habe ich für das Futter dabei grünen Filzstoff genutzt.


Dabei kam dann auch endlich mal der süße Fuchsstoff zum Einsatz, den ich im Frühjahr 2015 auf dem Stoffmarkt mitgenommen habe. Zusammen mit dem grün der Tasche hat man ein herrlich frühlinghaftes Design.